Parallel zum dreitägigen Hackathon bietet das Sprint:ed-Workshopprogramm einen zweiten Teilnahmeweg am Format „health
insurance hack:ed“ – ideal für alle, die Flexibilität und Auswahlmöglichkeiten schätzen, oder die nicht länger als einen Veranstaltungstag einrichten können.
Im Zentrum der Sprint:ed-Workshops stehen praktische Fragen und Lösungen rund um die strategische und operative
Implementierung von KI in der Branche (Datenzugang, Governance, Use-Cases, Skillsets, Tech & Tools).
Die Sprint:ed-Workshops werden in einem 3x3 Grid angeboten: Zur Wahl stehen also stets drei parallele Workhops über drei
Runden. Komplettiert wird die Teilnahme von einem gemeinsamen Abendessen mit den Hackathon-Teilnehmenden sowie der Möglichkeit, das Hackathon-Abschlussevent am letzten Veranstaltungstag zu
besuchen.
Einlass – Design Offices Leipzig, Augustusplatz
Eröffnung, Keynote & Vorstellung der Workshops
Kaffee- & Transferpause
1. Workshop-Runde
3 parallele Tracks zur Auswahl
Mittagspause
2. Workshop-Runde
3 parallele Tracks zur Auswahl
Kaffee- & Transferpause
3. Workshop-Runde
3 parallele Tracks zur Auswahl
Wrap-up & Ausklang
Gemeinsames Abendessen
DAK Gesundheit
KI und Datennutzung im Gesundheitswesen: Hype, Versorgungsunterstützung oder Teufelszeug?
Bisherige Informationen an Versicherte zu individuell geeigneten Versorgungsinnovationen (§ 68b SGB V) stützen sich auf prädiktive Ansätze. Der Einsatz von KI und die Zusammenführung von Gesundheits- und Lifestyledaten ermöglicht die Weiterentwicklung dieser Ansätze – und damit eine weitere Individualisierung der Versorgung. Im Workshop stehen folgende Leitfragen im Mittelpunkt: Wie weit darf personalisierte Versorgung gehen? Welche Daten sind Versicherte bereit zu teilen, wenn ein echter Mehrwert spürbar wird? Was wäre denkbar, wenn ePA-Daten um Lifestyle-Daten angereichert werden könnten? Und auf welchem Weg übermittelt der Kunde der Krankenkasse seine Daten strukturiert?
Malte Tobias Kähler – EY Studio+
KI-Zukünfte im Gesundheitssektor – Szenarien, blinde Flecken, robuste Strategien
Wir alle haben ein inneres Zukunftsbild davon, wie sich KI weiterentwickeln könnte. Doch was, wenn sich die Zukunft anders entwickelt? In diesem Workshop hinterfragen wir unsere oft unbewussten Annahmen über die KI-Zukunft im Gesundheitssektor, entwickeln erste Skizzen für unterschiedliche Zukunftsszenarien und leiten daraus robuste Use Cases und Handlungsoptionen ab. Malte Tobias Kähler ist Zukunftsforscher und Innovationsexperte bei EY Studio+ und begleitet Organisationen dabei, Zukunftsszenarien systematisch zu erkunden und resiliente Strategien zu entwickeln.
WIG2 Institut
KI-Compliance in der GKV: Legal, Governance & Kompetenz
KI-Compliance lässt sich in drei Säulen aufteilen: KI-Compliance / Legal Compliance (Ableiten gesetzlicher Anforderungen, z. B. KI-Risikoklassifizierung, KI im Personalbereich), KI-Governance (organisatorische Strukturen, z. B. KI-Beauftragter vs. KI-Board, Checkliste Betriebsratskommunikation, Leitlinien) sowie KI-Kompetenz (Fähigkeiten der Beschäftigten als Grundlage, z. B. Schulungsmatrix). Die Teilnehmenden arbeiten mit konkretem Workshopmaterial – Checklisten, Vorlagen und Klassifizierungsrahmen – und gehen mit einem strukturierten Überblick über ihre eigenen Handlungsfelder nach Hause.
Innovationskasse
Stabilisierung der Finanzierungsbasis durch KI und Algorithmen
Wie können gesetzliche Krankenkassen durch strukturierte Portfolio-Allokation zusätzliche finanzielle Spielräume schaffen, um steigende Kosten in den Leistungsbereichen abzufedern? Dieser Workshop nutzt KI und Monte-Carlo-Simulationen, um eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzierung sicherzustellen. Der Fokus liegt auf praxisnahen Lösungen, die aufzeigen, wie optimierte Anlageentscheidungen die Beitragssatzstabilität unterstützen und die Risikotragfähigkeit der Kasse nachhaltig stärken. Teilnehmer lernen, komplexe Zielkonflikte zwischen Rendite, gesetzlichen Vorgaben (§ 80 SGB IV) und notwendigen Schwankungsrücklagen mithilfe datenbasierter Werkzeuge transparent abzuwägen.
IBM
From Prompt to Production: Gesunde Agentic-AI-Projekte erfolgreich planen und skalieren
Auf Basis konkreter Erfahrungswerte aus vergangenen Agentic-AI-Projekten zeigt IBM, wie entsprechende Vorhaben von der ersten Idee bis zur produktionsreifen Umsetzung erfolgreich aufgesetzt werden. Die Teilnehmenden lernen, wie Pain Points, Projektziele, KPIs und Business Value sauber definiert werden, welche methodischen und technischen Anforderungen entscheidend sind und wie Stakeholder, Rollen, Datenschutz, Compliance und Datenqualität frühzeitig eingebunden werden. Interaktive Beispiele und Design-Thinking-Elemente helfen dabei, typische Fallstricke zu vermeiden und Agentic-AI-Initiativen strukturiert, realistisch und wirkungsorientiert umzusetzen.
XUND & Nürnberger Versicherung
Healthcare 2030 – Vom Patienten zum CEO der eigenen Gesundheit
Ziel des Workshops ist es, das Mindset von „reaktiv" auf „proaktiv" zu drehen und skalierbare Wege zu finden, wie der Präventionshub PRAEVIA – mit digitalen Assessments, Telemedizin, Home-Diagnostics und einer präventiven ePA – in den Alltag einzieht und dabei die Potenziale von KI optimal nutzt. In Kleingruppen diskutieren die Teilnehmenden: Warum nutzen wir Prävention erst, wenn es weh tut? Was hindert daran, Prävention als Lifestyle zu sehen? Warum geben wir Geld lieber für kurzfristigen Konsum aus als für langfristige Gesundheit? Was müsste passieren, damit wir morgen damit starten? Ein Impuls zu Behavioral Economics zeigt, wie Gesundheit „smooth" und weniger verpflichtend gestaltet werden kann.
GWQ
AI Design Sprint® – Von der KI-Idee zum konkreten Konzept
Der AI Design Sprint® ist ein kompaktes, strukturiertes Workshop-Format, angelehnt an den Google Design Sprint und entwickelt vom dänischen Unternehmen 33A. Es dient dazu, die oft abstrakten Potenziale von KI greifbar zu machen und ohne Hürden in erste, konkrete Konzepte für eigene Prozesse, Services oder Produkte zu übersetzen – ganz ohne technische Vorkenntnisse. Herzstück sind die physischen AI Cards®, die verschiedene KI-Nutzungsmöglichkeiten clustern und Teams als visuelle und haptische Inspirationsquelle dienen. In Kleingruppen werden vorbereitete Prozesse analysiert, KI-Karten zugeordnet und Top-3-Ansätze ausgewählt – am Ende steht ein neu definiertes, zukunftsfähiges KI-Konzept, das im Plenum gepitcht wird.
4K Analytics | Björn Degenkolbe
Das KI-Tribunal – Welcher Use Case überlebt?
Den ganzen Tag werden hier KI-Ideen gepitcht. Jetzt kommen sie vor Gericht. Im KI-Tribunal schlüpfen die Teilnehmenden in die Rollen von Vorstand, Datenschutz, Betriebsrat, KI-Beauftragtem und Aufsicht und verhandeln drei reale GKV-Anwendungsfälle: vom harmlosen Kundenservice-Chatbot über die Versorgungsprädiktion mit Lifestyle-Daten bis zur KI-gestützten Widerspruchs-Triage. Am Ende jedes Falls fällt ein Urteil: Go, Go mit Auflagen oder No-Go. Verhandelt wird mit echtem Werkzeug statt Bauchgefühl – mit AI-Act-Risikoklassifizierung, Autonomie-Matrix und Mitbestimmungs-Check. Der spannendste Moment: Wenn zwei Gremien bei identischer Faktenlage zu gegensätzlichen Urteilen kommen, versteht jeder im Raum, warum Governance kein Papiertiger ist, sondern die Frage, welche Ideen Montag noch leben. Alle Urteilswerkzeuge, Rollenkarten und Checklisten gibt es zum Mitnehmen. Björn Degenkolbe ist Geschäftsführer der 4K Analytics GmbH und bringt KI dorthin, wo sie sich beweisen muss: in den Produktivbetrieb des Gesundheitswesens, von der Klinik bis zur Kasse.